Damaskus/Washington/Wien – Die Angst geht um, dass Syrien doch noch zur ganz großen Eskalation führen könnte: von einem Bürgerkrieg und regionalen Stellvertreterkonflikt zu einer direkten Konfrontation zwischen den USA und Russland. Dabei standen die Zeichen zuletzt ganz anders, als US-Präsident Donald Trump – zum Entsetzen seiner Generäle und seiner Verbündeten in der Region, allen voran Israel und Saudi-Arabien – ankündigte, in Kürze die US-Truppen aus Syrien abziehen zu wollen. Damit griff er auf, was er während des Präsidentschaftswahlkampfs 2016 stets gesagt hatte, nämlich dass die USA nur an der Zerschlagung des "Islamischen Staats" interessiert seien, nicht an Syrien selbst. In Moskau hörte man es mit Genugtuung.