Verbindungen

Die Verflechtung der Freiheitlichen mit Identitären ist enger als bisher bekannt

Während Kanzler Sebastian Kurz eine klare Distanzierung der FPÖ von den Identitären fordert, sind die Verbindungen durch Institutionen und Personen eng

Foto: APA
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"Wer sich distanziert, verliert", schreibt das rechtsextreme Magazin "Info-Direkt" in seiner aktuellen Ausgabe über einer Collage, die ein Boot zeigt. In diesem sitzen unter anderem Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), der stellvertretende oberösterreichische Landeshauptmann Manfred Haimbuchner (FPÖ) und Martin Sellner, seines Zeichens Chef der Identitären, gegen den Terrorermittlungen laufen. "Wir Patrioten sitzen in einem Boot mit Martin Sellner", heißt es da. In derselben Ausgabe findet sich ein ganzseitiges Inserat der Stadt Linz mit dem Bild von Detlef Wimmer, bis vor kurzem FPÖ-Vizebürgermeister, sowie ein halbseitiges FPÖ-Inserat. Das Magazin gehört zu 30 Prozent Ulrich Püschel, der ist Büroleiter des Linzer Verkehrsstadtrats Markus Hein (FPÖ). Püschel nahm an Demos teil, die von Identitären mitorganisiert wurden. Er sei aber "weder Funktionär noch Mitglied", sagte Püschel vergangenes Jahr dem STANDARD dazu.