Steine und Tränengas

Absage des Corona-Lockdowns beruhigt Proteste in Serbien nicht

Zum zweiten Mal in Folge kam es in Belgrad und weiteren Städten zu Ausschreitungen. Eine Absage des zuvor verlautbarten Corona-Lockdowns sorgte kaum für Entspannung

Belgrad – Am Mittwochabend haben sich erneut tausende wütende Bürgerinnen und Bürger in Belgrad und weiteren serbischen Städten Auseinandersetzungen mit den Sicherheitsbehörden geliefert. Bei den Kundgebungen in Belgrad, Niš und Novi Sad, an denen sich trotz einer Warnung seitens der Behörden tausende Menschen beteiligten, wurden Steine und Feuerwerkskörper auf die Polizei abgefeuert. Diese setzte Tränengas ein. Videos belegen, dass es erneut auch zu Polizeigewalt gegen Bürger kam. Der Großteil der Gewalt spielte sich ab, nachdem die Mehrheit der Teilnehmer diese Demos bereits verlassen hatte.