Wer an diesem Samstag auf einer der vielen Schnellstraßen und Autobahnen unterwegs ist, die das kleine Israel durchschneiden, trifft dabei mehr Menschen als sonst. Sie stehen auf Brücken und winken herunter, lassen Fahnen wehen und Tücher flattern. Seit Wochen ist es Brauch, dass an Autobahnabfahrten und Straßenbrücken kleine Gruppen von Demonstranten ihre Meinung kundtun, dass die Zeit von Regierungschef Benjamin Netanjahu bald abgelaufen sein sollte. Und nie waren es so viele wie heute. Sie sind die kleinen, lokalen Schwestern zur lauten Samstags-Massendemo in Jerusalem, und es ist schwer, sie zu übersehen.