Junge Leute würden sich heute viel stärker trauen, mit "älteren Narrativen" zu brechen: Deborah Hartmann, seit 2020 Leiterin des "Hauses der Wannsee-Konferenz" in Berlin, konstatiert ein reges Interesse an der Erinnerungskultur. Geschult durch ihre Mitarbeit am israelischen Gedenkort Yad Vashem, bringt die gebürtige Wienerin wenig Verständnis für Versuche auf, die Verbrechen der Shoah zu relativieren.
Gedenkkultur
Deborah Hartmann: "Die Erinnerung an die Shoah ist nicht sakral"
Mit Nachdruck verwehrt sich die Leiterin des Berliner "Hauses der Wannsee-Konferenz" dagegen, die Beispiellosigkeit des Holocaust zu relativieren