Suchtgefahr

Warum Sportwetten kein harmloses Freizeitvergnügen sind

Rund 100.000 Personen in Österreich sind Wettsucht-gefährdet, Risikogruppe sind vor allem junge Männer und Amateursportler. Das Gesetz ordnet Sportwetten aber nicht als Glücksspiel ein

Foto: Getty Images
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Die Fußballweltmeisterschaft hat begonnen, und damit haben auch Sportwetten wieder Hochsaison. Fleißig Werbung wird auch dafür gemacht. Da wettet dann ein junger Mann in launiger Freundesrunde auf den Sieg seines Teams, er fährt einen Gewinn ein, und alle freuen sich. Oder die Street-Credibility wird beschworen, dass man das Zeug zum Gewinner hat. Tatsächlich kann man mit einer spontanen Wette schon mal einen netten Gewinn machen – es ist aber die Ausnahme. Die Wettrealität ist für viele eine andere. Da geht es um finanziellen Verlust, um Einsamkeit, im Extremfall sogar um Sucht, verbunden mit finanziellem Bankrott.