Gerichtsreportage

Vergewaltigungsprozess: Zwei Frauen und ein stummer Nichttaxifahrer

Aufgrund eines Irrtums stiegen zwei Twentysomethings in das Auto eines sechsfach vorbestraften 35-Jährigen. Der fuhr sie in seine Garage und attackierte sie dort

Foto: IMAGO / NurPhoto / Artur Widak
Foto: IMAGO / NurPhoto / Artur Widak

Wien – Egal von welcher Position aus man ihn betrachtet, der Prozess gegen Herrn T. ist eine seltsame Geschichte. Dem 35-Jährigen wird versuchte Vergewaltigung vorgeworfen: Er soll laut Staatsanwalt am Morgen des 29. Mai zwei junge Frauen in sein Auto gelockt haben, mit ihnen in die Tiefgarage seines Wohnhauses gefahren sein und sie dort verprügelt haben, um sie zu vergewaltigen. Stimmt nicht, beteuern der sechsfach vorbestrafte Rumäne und sein Verteidiger Sascha Flatz: Die Frauen hätten sich irrtümlich in seinen Wagen gesetzt, T. habe in seinem Drogenrausch Panik bekommen und die Opfer attackiert.