Beim Dota-2-Duell zwischen Mensch und Maschine ging die KI als Sieger hervor. Der weltbeste menschliche Spieler musste sich geschlagen geben.

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Die Künstliche Intelligenz (KI) hat im Kampf Mensch gegen Maschine erneut gesiegt. Diesmaliger Schauplatz: Ein Dota-2-Turnier. Das hochkompetitive Spiel von Valve benötigt mehrere Jahre Lernzeit, um sich mit besseren Spielern messen zu können. Die KI von Elon Musks Startup OpenAI benötigte lediglich zwei Wochen, um den weltbesten Spieler zu schlagen.

In zwei Wochen so viel wie ein Mensch im gesamten Leben gelernt

Die Wissenschaftler hinter dem Projekt gestehen allerdings ein, dass der Computer in dieser Zeit mit Trainings und Erfahrungen gefüttert wurde, die manche menschliche Spieler in ihrem gesamten Leben zusammenbringen. The Verge vermutet, dass dabei ein neuronales Netzwerk zum Einsatz kam – das Startup brachte Robotern mit dieser Methode bereits bei, wie ein Mensch Dinge zu erlernen.

Das ungleiche Duell zwischen Mensch und Maschine bei Dota 2.
OpenAI

Nach zwei Niederlagen aufgegeben

Beim direkten Dota-2-Duell mit Danylo "Dendi" Ishutin wurde der Profi regelrecht am Spielfeld zerstört. Nach zwei Niederlagen gab der Spieler auf und sagte im Interview, dass sich der ungleiche Kampf fast wie mit einem Menschen anfühlte. Künftig will sich Dendi aber nur mehr mit Menschen messen – weitere Duelle mit Bots wurden von ihm ausgeschlossen.

Dota 2 mit schier unendlichen Spielmöglichkeiten

Dota 2 ist ein hochkomplexes Spiel, bei dem es darum geht die Basis des Gegenspielers zu zerstören. 113 Helden mit einzigartigen Fähigkeiten stehen hierfür zur Verfügung. Zudem gibt es Gegenstände im Spiel, die Einfluss auf den weiteren Verlauf haben. Somit ergeben sich schier unendliche Möglichkeiten für ein einziges Game. Bisher ist der Bot auf direkte Duelle beschränkt – im nächsten Jahr soll die KI aber bei 5 gegen 5-Spielen zum Einsatz kommen.

Elon Musk freut sich über den Sieg.

Erinnerungen an Go-Duell zwischen Mensch und Maschine

Der glorreiche Sieg der KI erinnert an das Duell zwischen dem weltbesten Go-Spieler und AlphaGo von Googles DeepMind-KI. Auch dort konnte sich der Computer in mehreren Spielen durchsetzen. Nun widmet sich das Team dahinter neuen Aufgaben, nämlich der Verwendung der Technologie in der Wissenschaft. Dort soll sie für wahre Revolutionen eingesetzt werden, etwa bei der Entwicklung von Heilmitteln oder neuen Materialien. (red, 12.08.2017)