London – Großbritannien will einem Medienbericht zufolge unmittelbar nach dem Austritt aus der Europäischen Union die Einwanderung in das Vereinigte Königreich eindämmen. So solle die Freizügigkeit von Arbeitnehmern aufgehoben werden, berichtete die Zeitung "Guardian" am Dienstag unter Berufung auf ein Vorschlagspapier der Londoner Regierung.

Auch seien Maßnahmen geplant, um die Zahl von EU-Migranten mit geringer Berufsqualifikation zu verringern. Die Regierung plane die schrittweise Einführung eines neuen Einwanderungssystems, das unter anderem das Niederlassungs- und Zuzugsrecht für die meisten europäischen Migranten und ihre Familien aufhebe.

Stellungnahme abgelehnt

Führende Minister im Team von Premierministerin Theresa May müssen laut der Zeitung den Entwurf noch billigen. Darin heißt es weiter: Einwanderung könne nur dann als wertvoll für das Land als Ganzes betrachtet werden, wenn sie nicht nur den Migranten selbst nutze, sondern auch den schon im Land lebenden Bürgern zu einem besseren Leben verhelfe.

Ein Regierungssprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Er stellte für den Herbst einen Vorschlag für ein neues Einwanderungssystem in Aussicht, mit dem "das Vereinigte Königreich die Kontrolle über seine Grenzen zurückerlangt". (APA/Reuters, 6.9.2017)