Für viele Deutsche reicht das Einkommen aus nur einem Job nicht aus.

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Berlin – Immer mehr Beschäftigte in Deutschland gehen mehreren Jobs nach. Binnen zehn Jahren nahm die Zahl der Mehrfachbeschäftigten nahezu kontinuierlich um rund eine Million auf 3,2 Millionen im vergangenen März zu. Die geht aus einer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Erhebung der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Die Linken im Bundestag hatte die Zahlen bei der BA angefragt.

Auch im Vorjahresvergleich erhöhte sich die Zahl. Im März 2016 waren knapp 3,1 Millionen Arbeitnehmer betroffen. Bis Jahresende nahm die Zahl zu, um seither wieder leicht abzusinken.

Finanzielle Not

Die Linken-Fraktionsvize Sabine Zimmermann, die die Anfrage gestellt hatte, kritisierte: "Für immer mehr Beschäftigte reicht das Einkommen aus einem Job nicht mehr aus. Der überwiegende Teil dürfte aus purer finanzieller Not mehr als einen Job haben und nicht freiwillig." Viel zu viele Menschen seien trotz Arbeit arm.

Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland zuletzt auf ein neues Rekordtief gesunken. Knapp 2,5 Millionen Arbeitslose gab es im September. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nahm in den vergangenen Jahren fast kontinuierlich von 26,8 auf knapp 32 Millionen zu, die der ausschließlich geringfügig Beschäftigten sank von 5,2 auf rund 4,9 Millionen. (APA, 13.10.2017)