Ankara – Inmitten des Visastreits mit den USA hat die Türkei die Reise einer Delegation des Justizministeriums in die Vereinigten Staaten abgesagt. Die türkische Seite habe den Studienbesuch gestrichen, Visaanträge seien nicht abgelehnt worden, teilte das Ministerium am Dienstag mit. Türkische Medien hatten berichtet, die USA hätten der Regierungsdelegation die Einreiseerlaubnis verweigert.

Seit diesem Monat erteilen die US-Vertretungen in der Türkei keine Visa mehr. Die USA begründen dies mit Sorgen über die Sicherheit der Mitarbeiter ihrer Vertretungen. Zwei einheimische Konsulatsmitarbeiter waren unter dem Vorwurf festgenommen worden, Verbindungen zum gescheiterten Putsch im vergangenen Jahr gehabt zu haben. Die Türkei ihrerseits ist verärgert über die nach ihrer Ansicht zögerliche Haltung der USA, den Geistlichen Fethullah Gülen auszuliefern. Sie hält ihn für den Drahtzieher des Putschversuchs. (Reuters, 24.10.2017)