Qualcomm hat das Übernahmeangebot von Broadcom abgelehnt.

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Der US-Chipkonzern Qualcomm zeigt dem Rivalen Broadcom mit seinem 103 Mrd. Dollar (88 Mrd. Euro) schweren Übernahmeangebot die kalte Schulter. Das Unternehmen werde in dem Offert "dramatisch unterbewertet", teilte Qualcomm am Montag mit. Das Führungsgremium habe sich einstimmig gegen das Übernahmeangebot ausgesprochen.

Zweifel über Zustimmung der Behörden

Zudem bestehe eine signifikante Unsicherheit, ob die Aufsichtsbehörden einem Zusammenschluss zustimmen würden, sagte Qualcomm-Direktor Tom Horton. Kartellrechtsexperten zufolge dürfte eine Fusion der beiden Unternehmen, die vor allem Mobiltelefon-Hersteller beliefern, in China auf Hürden stoßen. Die Qualcomm-Aktien legten vorbörslich um ein Prozent zu. Broadcom war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Broadcom hatte Anfang voriger Woche erklärt, Qualcomm übernehmen zu wollen. Samt Schulden liegt das Angebot bei 130 Mrd. Dollar. Es wäre in der Branche die teuerste Übernahme aller Zeiten. (Reuters/APA, 13.11.2017)