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Die erste Schaffnerin Frankreichs ist jahrelang in ihrem Job diskriminiert worden. Nun muss die Eisenbahngesellschaft SNCF deswegen 120.000 Euro Entschädigung bezahlen.

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Es sind nicht nur sexistische Sprüche und Beleidigungen, die sich Frankreichs erste Schaffnerin viele Jahre lang anhören musste – es habe auch einen Übergriff von einem damaligen (betrunkenen) Kollegen gegeben, wie Le Parisien berichtet. Außerdem habe man der Frau immer wieder Tätigkeiten überlassen, für die sie eigentlich überqualifiziert war und ihre Beförderung habe länger gedauert als bei männlichen Kollegen. Ihr Gehalt sei außerdem deutlich niedriger gewesen: Laut eigenen Angaben verdiente sie 700 Euro brutto weniger als ihre Kollegen.

120.000 Euro als Entschädigung

Von ihrem Arbeitgeber, der Eisenbahngesellschaft SNCF, habe die Zugführerin allerdings nie Unterstützung erhalten. Nun wurde SNCF von einem Gericht in Aix-en-Provence wegen Diskriminierung einer Arbeitnehmerin auf Grund des Geschlechts und der Zugehörigkeit zur Gewerkschaft verurteilt: Knapp 120.000 Euro erhält die Frau als Entschädigung für die Diskriminierungen. SNCF legte nach Ansicht der Richter in dem Berufungsverfahren keinerlei stichhaltige Begründung für ihr Verhalten vor. (red, 20.11.2017)