Michael Heltau auf der Burgtheater-Bühne.

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"Einen blauen Ballon möcht' ich haben ...", quengelt die kleine Rosamunde in einer Prosaminiatur Peter Altenbergs wieder und wieder. Als sie das begehrte Stück dann in Händen hält, lässt sie es los. Und schaut ihm beim Aufstieg in den Himmel nach. Diese Szene aus Im Volksgarten hat sich Michael Heltau zum Titel seines 34. Soloprogramms am Wiener Burgtheater erkoren. Es geht dabei um das Festhalten und Loslassen.

Eine Lockerheit kann man dem Doyen des Hauses am Ring nicht mehr absprechen. Nicht nur in Kleiderfragen, etwa bei den Turnschuhen, gilt: laissez-faire. Begleitet von den Wiener Theatermusikern (Tscho Theissig arrangierte für die fünfköpfige Combo) singt sich der 84-Jährige durch zwei Stunden.

Den Anfang machen französische Chansons unter anderem von Jacques Brel, Charles Trenet und Charles Aznavour. Nach der Pause wird es wienerischer mit Wiener Liedern und Operettenliteratur. An der Grenze vom Heiteren und Sentimentalen. (red, 24.11.2017)