Frankfurt – Bayer hat eine Hürde bei der Übernahme des Saatgutriesen Monsanto genommen. Die US-Behörde für Auslandsinvestitionen (CFIUS) habe keine Bedenken gegen den Zukauf, teilte der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern am Freitag mit. Bayer benötigt nun noch die kartellrechtlichen Freigaben, um den Deal abzuschließen.

Die EU-Kommission hat jedoch ernsthafte Bedenken gegen die Übernahme angemeldet, da der Zusammenschluss den Wettbewerb unter anderem bei Pestiziden und Saatgut beeinträchtigen könnte, und die Prüfung bis 22. Jänner verlängert. Um die Wettbewerbshüter von der 66 Milliarden Dollar schweren Übernahme zu überzeugen, hatte Bayer im Oktober angekündigt, für fast sechs Milliarden Euro einen Teil seines Geschäfts mit der Landwirtschaft an BASF zu verkaufen.

Bayer-Chef Werner Baumann erst vor wenigen Tagen gesagt, die Kartelluntersuchungen gingen in eine "unvorstellbare Tiefe", er sei aber überzeugt, die Übernahme Anfang 2018 unter Dach und Fach bringen zu können. Ursprünglich hatte Bayer angepeilt, den Zukauf schon bis Ende dieses Jahres abzuschließen. (Reuters, 1.12.2017)