Das grinsende Kothaufen-Emoji gibt es vorerst nur im Emoji-Film

Foto: APA/AFP/Getty/Harr

Genug sei genug, schrieb der Typograph Michael Everson: Verschiedene Gesichtsausdrücke für einen Kothaufen einzuführen, schade "dem Unicode Standard". "Menschliche Ausscheidungen sind nicht süß", so Everson. Wer im Unicode Konsortium, das neue Emojis festlegt, für eine Einführung dieses Emojis einstimme, "sollte beschämt sein". Denn: "Haben wir dann bald einen weinenden Kothaufen? Einen Kothaufen, der seine Zunge herausstreckt? Einen Kothaufen mit Fragezeichen als Augen? Einen Kothaufen mit Karaoke-Mikrofon?", schreibt sich Everson in Rage.

Grantiger Kothaufen gestrichen

Nun hat er Recht bekommen: Das Unicode Konsortium hat den grantigen Kothaufen, der eigentlich 2018 erscheinen sollte, aus seiner offiziellen Emoji-Liste gestrichen. Das heiße aber nicht, dass künftig keine Variationen des Symbols erscheinen können, berichtet die BBC. Der Anlassfall mag lächerlich klingen, tatsächlich spielen Emojis in der modernen Kommunikation aber eine wichtige Rolle. So wurde etwa die Inklusion verschiedener Hautfarben in Emojis zu Gesichtsausdrücken begrüßt. Heftige Aufregung gab es hingegen über ein Kopftuch-Emoji.

Lamas und Pfaue

Die anderen für 2018 geplanten Symbole dürften hingegen weniger Aufsehen verursachen: Dabei handelt es sich um Rothaarige, sowie Menschen mit Locken oder Glatzen. Außerdem kommen Lamas, Pfaue, Hummer sowie Mangos, Bagels und das DNA-Symbol. (red, 6.12.2017)