Der japanische Internethändler Rakuten will im großen Stil ins Mobilfunkgeschäft einsteigen. Rakuten werde sich bei der Frequenz-Auktion im Jänner um eine 4G-Mobilfunklizenz bemühen, kündigte der Amazon-Konkurrent am Donnerstag an. Um dies zu finanzieren, könnte der Konzern neue Schulden aufnehmen.

Portfolio ausweiten

Eine solche Lizenz würde das eigene Portfolio bestehend aus E-Commerce-, Streaming- und Fintech-Diensten vervollständigen. Ziel sei es, ab übernächstem Jahr Mobilangebote zu verkaufen und mindestens 15 Millionen Abonnenten zu gewinnen. Damit würde Rakuten in Japan auf Platz vier hinter den Anbietern NTT Docomo, KDDI und Softbank landen.

Bereits jetzt gilt der japanische Markt als gesättigt. "Das ist für keinen der bestehenden Betreiber eine gute Nachricht. Softbank könnte als jüngster Spieler am stärksten betroffen sein", sagte Morningstar-Analyst Dan Baker. Die Softbank-Aktie ging in Tokio mit einem Minus von 2,3 Prozent aus dem Handel, auch NTT und KDDI verloren mehr als zwei Prozent. Das Rakuten-Papier büßte sogar 4,9 Prozent ein. (Reuters/APA, 14.12.2017)