Abschiednehmen vom Blackberry Priv.

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Mit einem speziellen Fokus auf das Thema Sicherheit wollte sich Blackberry von der Masse an Android-Smartphones absetzen. Ein kleines Detail scheint man dabei allerdings vergessen zu haben: Dass für ein sicheres Smartphone auch eine langfristige Versorgung mit Updates vonnöten ist.

Aus und vorbei

Nach gerade einmal zwei Jahren hat Blackberry nun den Support für sein Android-Smartphone Priv eingestellt. Damit wird das Gerät ab sofort keine regelmäßigen Updates mehr erhalten, womit natürlich auch das ursprüngliche Sicherheitsversprechen obsolet ist. Dies bestätigt das Unternehmen in einem Blogeintrag.

Bei Blackberry sieht man damit das eigene Update-Versprechen erfüllt, immerhin wollte man damals tatsächlich nur 24 Monate Support fix zusagen. Zudem sollen besonders kritische Lücken weiter bereinigt werden, heißt es in einem vagen Versprechen.

Gebrochene Versprechen

Ob die Priv-Kunden noch sonderlich viel auf solche Aussagen von Blackberry geben, ist natürlich eine ganz andere Frage. Immerhin hatte das Unternehmen in der Vergangenheit immer wieder einen längeren Support in Aussicht gestellt. Auch versicherte das Unternehmen lange, dass das Priv ein Update auf Android 7 erhalten solle, an dem man angeblich bereits eifrig arbeitete. Dieses ist aber schlussendlich nie erschienen.

Angesichts der aktuellen Ankündigungen, dürfen sich wohl auch die Käufer manch anderen Blackberry-Smartphones auf eine Support-Ende einstellen. Denn auch für das DTEK50 und das DTEK60 naht die 2-Jahres-Frist. Blackberry will die Einstellung von Updates mit einem Upgrade-Programm begleiten, über das die eigenen Kunden auf die aktuelleren Blackberry-Smartphones Keyone und Motion umsteigen können. Mehr als zwei Jahre Support verspricht der Hersteller aber auch hier nicht. (apo, 18.12.2017)