Ein Bitcoin-Experte ist in der Ukraine entführt worden

Foto: Reuters/Tessier

Der Bitcoin-Experte und Manager Pavel Lerner ist wieder frei. Lerner war am Stefanitag in Kiew entführt worden, sechs bewaffnete und maskierte Personen hatten ihn in einem Kleinbus verschleppt. Das hatte sein Arbeitgeber Exmo Finance bekanntgegeben. Die britische Firma verwaltet Bitcoin-Investments für rund 900.000 Kunden.

Lösegeld

Laut ukrainischem Innenministerium wurde er am Freitag nach der Zahlung von Bitcoins im Wert von einer Million Dollar freigelassen. Woher das Geld stammt, ist unbekannt. Laut Exmo hatte Lerner keinen Zugriff auf Bitcoins von Firmenkunden. Das Unternehmen ist gleichzeitig zur Entführung ihres Managers von Denial of Service-Attacken heimgesucht worden.

"Wohlauf"

Lerner soll "wohlauf" sein, hieß es in einem Statement. Allerdings müsse er sich nun erholen, daher könne er kein Statement abgeben. Es handelt sich um einen der ersten Entführungsfälle, die gezielt in der Bitcoin-Szene stattfinden. (red, 30.12.2017)