Shonda Rhimes ("Grey's Anatomy") ist eine der Initiatorinnen der Fraueninitiative "Time's Up" gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.

Foto: AP / Television Academy

Los Angeles – Hollywoods Filmarbeiterinnen organisieren sich gegen sexuelle Belästigung: "Grey's Anatomy"-Erfinderin Shonda Rhimes, die Schauspielerinnen Reese Whitherspoon ("Big Little Lies"), Eva Longoria ("Desperate Housewives") und 300 weitere Frauen aus der Entertainmentbranche gründen die Initiative "Time's Up" zum Schutz von Frauen, die sich Übergriffen ausgesetzt fühlen, berichten variety.com und nytimes.com

Die Initiative unterstützt unter anderem Frauen in Rechtsangelegenheiten. Ein Fonds in der Höhe von 13 Millionen Dollar Spenden soll vor allem weniger privilegierten Frauen bei der Absicherung helfen, wenn sie sexuelles Fehlverhalten aufzeigen und dann mit Konsequenzen rechnen müssen. Ebenso sollen Agenturen und Studios zu Geschlechterparität animiert werden.

Ihre Anliegen veröffentlichte die Initiative in einer ganzseitigen Anzeigen der "New York Times" und in der spanisch-sprachigen "La Opinion".

Die "Time's Up"-Frauen wollen darüber hinaus bei der Verleihung der "Golden Globes" ein Zeichen setzen: Die Mitglieder der Initiative tragen beim Gang über den roten Teppich schwarze Kleidung und solidarisieren sich so mit Betroffenen. Zahlreiche männliche Kollegen kündigten ebenfalls an, bei der Verleihung der Filmpreise in Schwarz kommen zu wollen, um sich solidarisch mit den Frauen zu zeigen. "Das ist ein Moment der Solidarität, kein Mode-Moment", sagt Schauspielerin Eva Longoria.

Zu den Hauptsponsoren zählen neben Whitherspoon und Rhimes etwa Meryl Streep, Steven Spielberg und Kate Capshaw sowie diverse Künstleragenturen.

Weitere Mitglieder von "Time's Up" sind die Schauspielerinnen Ashley Judd, America Ferrera, Natalie Portman, Rashida Jones, Emma Stone, Kerry Washington, Showrunner Jill Soloway, Universal-Pictures-Vorsitzende Donna Langley, die Richterinnen Nina L. Shaw and Tina Tchen und Nike-Foundation-Managerin Maria Eitel. (red, 1.1.2018)