Mindestens 51 Tote bei Busunglück in Peru

Sechs Verletzte per Hubschrauber in Spitäler gebracht – Fahrzeug fast 100 Meter in die Tiefe gestürzt

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Rettungsteams bargen Opfer nach dem schweren Busunglück in der Nähe von Lima.

Foto: Reuters/GUADALUPE PARDO

Lima – Bei einem schweren Busunglück in Peru sind mindestens 51 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die Polizei in der Nacht auf Mittwoch mit. Weitere sechs Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei dem Unfall an der Pazifikküste nördlich der Hauptstadt Lima verletzt und per Hubschrauber in Krankenhäuser gebracht.

Ein Lastwagen sei auf einer Landstraße in der Provinz Huaral auf den Bus aufgefahren und habe ihn von der Fahrbahn abgebracht, sagte Polizeichef Dino Escudero der amtlichen Nachrichtenagentur Andina. Der Bus stürzte daraufhin an der Steilküste fast 100 Meter in die Tiefe und blieb am Strand liegen.

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Etwa 55 Passagiere unterwegs

Die Zahl der Todesopfer könne noch weiter steigen, sagte Escudero. Nach Angaben von Zeugen waren zum Unfallzeitpunkt rund 55 Passagiere in dem Bus unterwegs. Laut Verkehrsminister Bruno Giuffra könnte überhöhte Geschwindigkeit den Unfall ausgelöst haben. Darauf deuteten erste Ermittlungsergebnisse nach der Auswertung der GPS-Geräte beider Fahrzeuge hin, schrieb er auf Twitter.

Das Unglück ereignete sich auf einem gefährlichen Abschnitt der Landstraße, der "Teufelskurve" genannt wird. In Peru kommt es immer wieder zu schweren Busunfällen.

Präsident Pedro Pablo Kuczynski kündigte an, die parallel verlaufende Autobahn auf jeweils drei Spuren je Fahrtrichtung ausbauen und den gefährlichen Abschnitt der Landstraße sperren zu lassen. Derzeit wird die Landstraße nur von Lastwagen und Bussen genutzt. Pkw fahren bereits jetzt auf der Autobahn. (APA, 3.1.2018)

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