London will nach Brexit im Pazifik-Freihandel mitmischen

Laut einem Bericht der Financial Times hat die britische Regierung Interesse an TPP gezeigt

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London – Für die Zeit nach dem EU-Austritt sieht sich Großbritannien einem Pressebericht zufolge im Pazifikraum nach neuen Handelspartnern um. Das Land sei an einem Beitritt zum Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP interessiert und habe dazu bereits informelle Gespräche aufgenommen, berichtete die "Financial Times". Die USA waren unter Präsident Donald Trump aus dem TPP ausgestiegen.

Mit Staaten wie Japan, Australien, Kanada und Mexiko sind bisher nur Pazifikanrainer an TPP beteiligt. Laut dem britischen Handelsstaatssekretär Greg Hands spricht die Lage des Vereinigten Königreichs jedoch nicht gegen einen Beitritt: "Dabei ist nichts ausgeschlossen. Bei solchen multilateralen Beziehungen muss es keine geografischen Beschränkungen geben."

Neue Abkommen erst nach Brexit möglich

Als Teil der Europäischen Union profitiert die Insel vom gemeinsamen Binnenmarkt und den Handelsabkommen mit wichtigen Partnern in Amerika und Asien. Laut den geltenden EU-Regeln kann Großbritannien aber solange keine neuen Handelsabkommen vereinbaren, bis es die Europäische Union im März 2019 verlassen hat. Die "FT" zitierte einen nicht näher genannten Vertreter eines TPP-Landes mit den Worten, es sei noch "viel zu früh", die Beitrittsfrage zu erörtern. Die Regierung in London hatte bereits wenige Wochen nach dem Brexit-Votum der Briten im Sommer 2016 angekündigt, dass sie für die Zeit nach dem Brexit Handelsvereinbarungen mit zahlreichen Staaten außerhalb der EU anstrebt – darunter auch mit Kanada und Australien. (APA, Reuters, 3.1.2018)

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