In Italien fallen 3.000 Bankfilialen und 25.000 Jobs weg

Der Bankensektor wird bis Ende 2019 umstrukturiert. Seit 2009 wurden bereits knapp 4.000 Filialen geschlossen

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Rom – Die Bankenumstrukturierung in Italien wirkt sich negativ auf die Beschäftigung aus. Bis Ende 2019 werden 3.000 Bankfilialen geschlossen und 25.000 Stellen abgebaut. Das berichtete die Bankengewerkschaft FABI. Damit konsolidiert sich ein Trend, der bereits 2009 begonnen hatte. Seit 2009 wurden 3.972 Filialen in Italien geschlossen.

In den nächsten Jahren werden dank Abkommen mit Gewerkschaften 25.000 Angestellte die italienischen Banken verlassen. Dies soll vor allem mit Frühpensionierungen erfolgen. 40.000 Mitarbeiter sind bereits in den vergangenen Jahren vom Bankensektor ausgestiegen. Damit ist die Zahl der Beschäftigten im Bankenbereich auf 300.000 in ganz Italien geschrumpft.

18.000 junge Neuzugänge

Positiv sei, dass infolge von Frühpensionierungen 18.000 junge Mitarbeiter unbefristet angestellt worden sind, teilte der Generalsekretär der FABI-Gewerkschaft, Lando Sileoni, laut Medienangaben vom Mittwoch mit. Die Bankengewerkschaft appellierte an die Geldhäuser, nicht mehr auf Personalabbau zu setzen, um ihre Bilanzen zu konsolidieren, sondern auf neue Entwicklungsmodelle, die Wachstum fördern könnten.

Die größte italienische Bank Intesa Sanpaolo, der Hauptkonkurrent der italienischen Bank-Austria-Mutter UniCredit, hatte sich im Dezember mit den Gewerkschaften auf den Abbau von 9.000 Jobs geeinigt. Bis 2020 sind 1.500 Neueinstellungen geplant. Durch den Jobabbau rechnet Intesa Sanpaolo mit Einsparungen bei den Personalabkosten von etwa 675 Mio. Euro pro Jahr ab 2021. In den vergangenen zehn Jahren sind bei der Mailänder Bank bereits rund 14.000 Jobs wegrationalisiert worden. (APA, 3.1.2018)

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