Susan Sarandon (von links), Rosa Clemente, Marai Larasi, und Emma Watson bei der Afterparty, in schwarz.

Foto: Chris Pizzello/Invision/AP

Hollywood/Wien –Bei der diesjährigen Golden-Globe-Verleihung wurde klar Stellung zu der aktuellen politischen Debatte über sexuellen Missbrauch bezogen – mit vielen Seitenhieben des Moderators und schwarzen Kleidern der Nominierten und Gäste. Moderator Seth Meyers begrüßte am Sonntagabend in Los Angeles die Ladies und die "verbleibenden Gentleman". "Das hier ist das erste Mal in drei Monaten, dass ihr keine Angst haben müsst, euren Namen zu hören", so Meyers zu den männlichen Nominierten.

Bei der Ankündigung der Vorsitzenden der Hollywood Foreign Press Association (HFPA), Meher Tatna, sagte Meyers: "Hier ist jemand, der Präsident ist und wirklich ein ausgeglichenes Genie." US-Präsident Donald Trump hatte genau das für sich in einem Tweet in Anspruch genommen.

In Begleitung von Aktivistinnen

Die meisten Gäste der Gala verzichteten auf bunte Roben und trugen stattdessen Schwarz, als Protest gegen sexuellen Missbrauch und die Benachteiligung von Frauen in Zeiten der #MeToo-Bewegung, wie auf dem rotem bei ihrem Eintreffen vor dem Beverly Hilton Hotel in Los Angeles deutlich wurde. Emma Watson und Laura Dern zählten zu einer Reihe weiblicher Stars, die von acht Frauen-Aktivistinnen zu der Gala begleitet wurden. Tarana Burke, die die #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Übergriffe gestartet hatte, hatte zuvor die Teilnahme der Aktivistinnen angekündigt.

Als Zeichen der Solidarität für mehr Geschlechtergleichheit trugen viele Stars einen Anstecker der Initiative "Time's Up" (Die Zeit ist vorbei). Der Bewegung, die auch einen Rechtsfond finanziert, gehören Filmstars wie Meryl Streep, Emma Stone, Cate Blanchett und Gwyneth Paltrow an. (APA, 8.1.2018)