Washington – US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge im vergangenen Juni die Entlassung des Sonderermittlers in der Russland-Affäre, Robert Mueller, angeordnet. Bei einem Rechtsberater im Weißen Haus sei Trump mit seinem Plan aber auf Widerstand gestoßen, berichtete die "New York Times" am Donnerstag unter Berufung auf vier eingeweihte Personen.

Der Anwalt habe damit gedroht, lieber selbst zurückzutreten, als Mueller zu feuern. Daraufhin habe Trump seine Anordnung zurückgenommen. Mueller geht dem Verdacht nach, dass es während des Wahlkampfs 2016 geheime Absprachen zwischen Russland und Trumps Team gegeben hat. Die russische Regierung und Trump selbst bestreiten das. Mueller war im Mai 2017 zum Sonderermittler ernannt worden.

Trump hat den Bericht als Falschmeldung zurückgewiesen. "Fake-News. Fake-News. Typisch 'New York Times'. Falsche Geschichten", sagte Trump am Freitag beim Weltwirtschaftsgipfel im Schweizer Davos. (APA, Reuters, 26.1.2018)