Techniker und Juristen sollen aktiv Datenschutzverletzungen aufspüren.

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Rechtzeitig zum Europäischen Datenschutztag am Sonntag hat die vom Juristen Max Schrems gegründete Datenschutz-NGO "noyb – Europäisches Zentrum für Datenschutz" die Mindestfinanzierung geschafft. Bei einer Crowdfunding-Kampagne wurden 250.000 Euro an langfristiger Unterstützung geschafft. Das teilte die Organisation am Samstag in einer Aussendung mit.

Damit sei "noyb" ("none of your business") in einer kleinen Version ("mini noyb") machbar und könne ab 25. Mai 2018, wenn das neue EU-Datenschutzrecht (DSGVO) gilt, die Rechte von Nutzern aktiv durchsetzen, hieß es. Schrems, Vorsitzender von "noyb", sagte: "Die mehr als 2.000 Fördermitgliedern in nur zwei Monaten zeigen, dass echter Datenschutz, der auch durchgesetzt wird, vielen Leuten ein wichtiges Anliegen ist."

Es wird weiter gesammelt

Allerdings wird bis 31. Jänner weitergesammelt, da das große Ziel 500.000 Euro beträgt. "Mit der Mindestsumme können wir anfangen zu arbeiten. Für einen dauerhaften und stabilen Betrieb suchen wir aber dringend weiter Unterstützer, damit wir das notwendige Personal bezahlen können", appellierte Schrems.

Das Zentrum wird in Wien entstehen und einen europäischen Fokus haben. Techniker und Juristen sollen aktiv Datenschutzverletzungen aufspüren und durch strategische Rechtsdurchsetzung die Einhaltung des Grundrechts auf Datenschutz im privaten Bereich sicherstellen. (APA, 27.1.2018)