Die Google-Mutter Alphabet führt einem Medienbericht zufolge Gespräche mit dem Ölkonzern Saudi Aramco über den gemeinsamen Aufbau eines Technologie-Zentrums in Saudi-Arabien. Ein solches Gemeinschaftsunternehmen der beiden Unternehmen könnte Saudi Aramco dabei helfen, in den USA zu expandieren, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es blieb zunächst unklar, wessen Daten das Zentrum beherbergen oder wer sie verwalten sollte. Über die Größe des möglichen Joint-Ventures zwischen Alphabet und Aramco wurde nichts bekannt. Eine spätere Notierung des Gemeinschaftsunternehmens an der Börse in Saudi-Arabien sei möglich. Weder bei Aramco noch bei Alphabet war zunächst eine Stellungnahme zu erhalten.

Größter Börsengang aller Zeiten

Saudi Aramco selbst plant den Sprung auf das Handelsparkett Insidern zufolge für die zweite Jahreshälfte. Es könnte der größte Börsengang aller Zeiten werden. Saudi-Arabien will bis zu fünf Prozent der Anteile an die Börse bringen und damit schätzungsweise 100 Milliarden Dollar erlösen.

Der US-Technologiekonzern Apple und der weltgrößte Online-Händler Amazon stecken Insidern zufolge bereits mitten in Lizenzierungsverhandlungen mit der saudi-arabischen Regierung, an deren Ende der freie Marktzugang im Königreich stehen könnte. Produkte von Apple und Amazon können zwar schon jetzt in Saudi-Arabien gekauft werden, allerdings nur über diverse Zwischenhändler. Saudi-Arabien hatte vor kurzem eine wirtschaftliche Modernisierungsoffensive angestoßen, die das Land unabhängiger vom Erdöl machen soll. (Reuters, 1.2.2018)