Das Repräsentantenhaus stimmte schließlich auch zu.

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Der republikanische Senator Rand Paul störte sich vor allem daran, dass das Gesetz die Schuldenlast der USA erheblich vergrößern würde.

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Washington – Nach hartem Ringen hat der US-Kongress ein Haushaltspaket verabschiedet. Nach dem Senat in der Nacht stimmte am Freitagmorgen (Ortszeit) auch das Repräsentantenhaus zu. US-Präsident Donald Trump muss das Gesetz nun noch unterschreiben.

Damit wird auch der Shutdown-Modus beendet, der um Mitternacht wegen einer Fristüberschreitung automatisch ausgelöst worden ist. Er leitet das Herunterfahren öffentlicher Einrichtungen wegen Geldmangels ein.

Das Paket umfasst einen deutlichen Anstieg der Ausgaben für Verteidigung und andere Programme, darunter Soziales und Infrastruktur. Insgesamt ist es mehrere Hundert Milliarden US-Dollar schwer und auf zwei Jahre angelegt.

Schuldenobergrenze abgehoben

Mit dem Gesetz liegen die Ausgabenbegrenzungen in den nächsten zwei Jahren um knapp 300 Milliarden US-Dollar (244 Milliarden Euro) höher als bisher. Das Paket umfasst auch knapp 89 Milliarden Dollar an Katastrophenhilfe. Außerdem hebt es bis zum 23. März die Schuldenobergrenze der Regierung an.

Vor der Abstimmung im Senat hatte der Republikaner Rand Paul (Kentucky) über Stunden eine Abstimmung verhindert. Das Gesetz widerspreche in praktisch allem republikanischer Finanzpolitik, kritisierte er. Er spielte damit unter anderem auf das Schuldenmachen an.

Es kam so zu einem – wenn auch kurzfristigen – zweiten Shutdown binnen 17 Tagen.

Trump hat am Freitag das Gesetz zum US-Haushalt unterzeichnet. Damit hat das Paket Rechtskraft. Ein für wenige Stunden eingetretener Regierungsstillstand wegen Überschreitung einer Frist ist damit hinfällig. (red, APA, 9.2.2018)