Nvidia-Chef Jensen Huang darf sich über satte Umsatzsteigerungen freuen.

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2017 stand, vor allem dank des fulminanten Kursgewinns des Bitcoin, im Zeichen der Kryptowährungen. Zwar stürzte die digitale "Leitwährung" zwischen Mitte Dezember und Anfang Februar wieder deutlich ab, dennoch ist das Interesse immer noch beachtlich.

Während die langfristigen Auswirkungen auf die Finanzwelt abzuwarten bleiben, hat der Hype kurzfristig für einigen Ärger gesorgt. Insbesondere passionierte Videospieler sind ganz und gar nicht begeistert über den Andrang auf Mittelklasse- und Highend-Grafikkarten, die besonders geeignet für das "Schürfen" vieler Coins sind. Denn viele Modelle sind aktuell kaum zu bekommen. Die wenigen lagernden Karten werden oft zu Mondpreisen abgegeben.

Jahresumsatz stieg um 41 Prozent

Chiphersteller Nvidia, der mittlerweile Händler dazu aufruft, ihre Karte bevorzugt an Spieler abzugeben, darf sich allerdings freuen. Das Unternehmen hat ein neues Rekordquartal vermeldet. 2,91 Milliarden Dollar Umsatz konnten erzielt werden. Über das gesamte Jahr kam man auf 9,71 Milliarden, was einer Steigerung von 41 Prozent entspricht, wie im Investorenbericht nachzulesen ist.

Nicht unwesentlich dazu beigetragen hat die Gaming-Sparte, die im Wesentlichen aus der Grafikkarten-Reihe Geforce besteht. Diese steuerte in den letzten drei Monaten 1,74 Milliarden Dollar zum Umsatz bei. Damit liegt man um gut 400 Millionen oder mehr als 29 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das vergangene Quartal konnte man um circa 180 Millionen übertreffen.

Dass Kryptowährungen hier eine große Rolle gespielt haben ist auch daraus ableitbar, dass starke Grafikkarten nach wie vor schwer verfügbar sind, obwohl 2017 keine neue Generation eingeführt wurde. Die bestehende 1000er-Reihe wurde lediglich um etwas aufgemotzte Ti-Modelle aufgestockt.

Datacenter-Sparte zog stark an

Auch die anderen Bereiche konnten zulegen. In der Sparte "professionelle Visualisierung", hier geht es etwa um Produkte für Workstations, legte man um 13 Prozent auf 254 Millionen Dollar zu. Das relativ junge Datacenter-Geschäft wuchs kräftig an und brachte stolze 606 Millionen Dollar ein – was im Vergleich mit 2017 eine Verdoppelung bedeutet.

In bescheidenem Ausmaß wuchs das Geschäft im Autobereich, hier sind es mit 132 Millionen Dollar nun drei Prozent mehr. Die OEM-Sparte kam auf 180 Millionen Dollar, ein Plus von zwei Prozent. (red, 09.02.2018)