Amazons smarte Lautsprecher werden immer wieder unabsichtlich getriggert.

Foto: AP/Thompson

Schon wieder sollen Fernsehinhalte unabsichtlich Bestellungen bei Amazons smartem Lautsprecher Echo ausgelöst haben. Diesmal soll ein Werbeclip von Amazon dafür verantwortlich sein. Darin werden verschiedene Alltagssituationen gezeigt, in denen Menschen mit dem Echo interagieren. Darin bestellt eine der gezeigten Personen Katzenfutter per Sprachbefehl. Die Werbung soll denselben Vorgang bei einem echten Echo getriggert haben.

Beschwerde

Das geht aus einer Beschwerde bei der britischen Advertising Standards Authority (ASA) hervor. Amazon bestätigte, dass der Echo des Beschwerdeführers tatsächlich Katzenfutter bestellt hatte. Allerdings wies der Konzern darauf hin, dass Nutzer per Sprachbefehl ausgeführte Bestellungen noch einmal manuell bestätigen müssen. Deshalb gab es auch keine Rüge vom Werbefachrat.

Amazon kann Aktivierung verhindern

Der Vorfall ist kurios, da Amazon seine eigenen Werbespots eigentlich so gestalten kann, dass trotz der Nennung von Alexa keine Interaktion ausgelöst wird. In Amazons Super-Bowl-Spot wurde Alexa zehnmal erwähnt, dennoch gab es keine Meldungen über unabsichtlich aktivierte Geräte.

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Anders ist das bei Beiträgen von Drittanbietern. Besonders heikel sind etwa Radio- oder Fernsehbeiträge über den Echo. Das führte bereits zu unabsichtlich bestellten Puppenhäusern und Turbulenzen im Smart Home einiger Nutzer. Eine "South Park"-Folge löste ebenfalls eine Reihe von Echo- und Google-Home-Aktionen aus. (red, 14.2.2018)