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Assistiert: Zlatko Junuzovic.

Foto: imago/Jan Huebner

Zum Abschluss des 26. Spieltags der deutschen Bundesliga hat Werder Bremen den Tabellenletzten 1. FC Köln 3:1 (1:0) besiegt und sich vom 14. auf den 13. Platz verbessert. Die Gäste verpassten damit die Chance, am Hamburger SV vorbeizuziehen, und bleiben Letzter. Bei acht Punkten Rückstand auf den rettenden Rang 15 rückt der Abstieg immer näher.

Kapitän Zlatko Junuzovic bereitete gleich zwei Bremer Tore vor, auch Florian Kainz konnte sich einen Assist gutschreiben lassen. Nach einem Eckball von Junuzovic passte ein Volley von Milos Veljkovic genau (33.). Den zweiten Werder-Treffer (58.) leitete Kainz mit einem idealen Laufpass für Milot Rashica ein, nachdem kurz zuvor (53.) Yuya Osako nach Vorarbeit von Claudio Pizarro ausgeglichen hatte.

Dritter Heimsieg in Folge

Für Werder war es der dritte Heimsieg hintereinander, unter Trainer Florian Kohfeldt sind die Norddeutschen vor eigenem Publikum weiterhin ungeschlagen und liegen nun fünf Punkte vor Relegationsrang 16.

Der hart erkämpfte Bremer Erfolg war nicht unverdient. Beiden Mannschaften merkte man die enorme nervliche Belastung an, insbesondere in der ersten halben Stunde lief nicht viel zusammen. Es dauerte bis zur 29. Minute, dass Max Kruse die erste Werder-Chance vorfand. 60 Sekunden vor dem Pausenpfiff verpasste Rashica aus kurzer Distanz das 2:0, der Kosovare ersetzte den kurzfristig erkrankten Philipp Bargfrede.

Köln-Coach Stefan Ruthenbeck reagierte in der Halbzeit und ersetzte den völlig wirkungslosen Simon Terodde durch Leonardo Bittencourt. Und man merkte den Gästen an, dass sie noch an eine Wende glaubten. Sie wagten sich deutlich häufiger in den Bremer Strafraum und konnten die Begegnung lange ausgeglichen gestalten.

Keine Ultras, aber Pfiffe

Daran hatte auch Claudio Pizarro seinen Anteil. Der ehemalige Bremer Publikumsliebling war ein ständiger Unruheherd im Strafraum, mit seinen 39 Jahren fehlte ihm allerdings in den entscheidenden Momenten die Antrittsschnelligkeit. In der 76. Minute köpfelte er knapp am rechten Pfosten vorbei.

Im Gegensatz zu den ersten beiden Montagsspielen der Rückserie hielten sich die Fanproteste gegen die ungeliebten Ansetzungen zu Wochenbeginn in Grenzen. Aus beiden Lagern hatten mehrere Ultra-Gruppen auf einen Stadionbesuch verzichtet, dennoch war das Weserstadion zumindest offiziell mit 41.100 Zuschauern ausverkauft.

Störend allerdings waren vereinzelte Pfiffe, die die Spieler beider Mannschaften irritierten. Auf Anordnung von Schiedsrichter Benjamin Brand forderte der Stadionsprecher die Störer auf, diese Aktionen zu belassen – mit begrenztem Erfolg. (sid, 12.3.2018)