Foto: Charles Sykes/Invision/AP

Los Angeles – Reality-TV-Star Kim Kardashian (37) hat die im Jänner zur Welt gekommene Tochter Chicago von einer Leihmutter austragen lassen – und ist von diesem Konzept offenbar überzeugt: "Ich würde die Leihmutterschaft jedem empfehlen", sagt sie gegenüber der Zeitschrift "Elle". Am Anfang sei ihr der Kontrollverlust schwergefallen, doch sobald sie sich davon gelöst habe, sei es "die beste Erfahrung" gewesen.

Kardashian und ihr Mann, der Rapper Kanye West, hatten sich wegen gesundheitlicher Risiken bei Kim dafür entschieden, das dritte gemeinsame Kind von einer Leihmutter austragen zu lassen. Die beiden waren bereits Eltern von Tochter North und Sohn Saint. Derzeit könne sie sich maximal vier Kinder vorstellen, sagte Kardashian, da ihre Zeit begrenzt sei. In einer Beziehung sei es wichtig, dass "die Mutter dem Ehemann genauso viel Aufmerksamkeit gibt wie den Kindern".

Umstrittene Praxis

Das Konzept der Leihmutterschaft ist nicht unumstritten. In Indien sei das Phänomen längst zum "Big Business" geworden, sagt die Public-Health-Forscherin Sheela Saravanan. Sie warnt davor, dass Leihmutterschaft auf Kosten anderer gehe, etwa wenn Frauen zum Objekt gemacht werden und aus finanzieller Not als Leihmütter arbeiten.

In Österreich fordert indes die neu gegründete Initiative "Stoppt Leihmutterschaft" ein internationales Verbot dieser Praxis. "Weder der Körper der Frau noch die Geburt eines Kindes können in einem System von Produktion und Warenaustausch gehandelt werden, ohne dass dabei die Rechte des Einzelnen grob verletzt werden", erklärte die Initiative. "Stoppt Leihmutterschaft" wurde infolge ähnlicher Initiativen wie des in den USA gegründeten internationalen Zusammenschlusses "Stop Surrogacy Now" gegründet. (DER STANDARD berichtete). (APA/dpa, red, 14.3.2018)