"Asow"-Aufmarsch in Kiew.

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Abschiedszeremonie vor der Verlegung an die Front.

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Die Miliz bietet auch militärische Ausbildungscamps für Kinder an.

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Seit drei Jahren enthalten die Entwürfe des US-Budgets, die vom Repräsentantenhaus beschlossen werden, den Satz, dass Hilfszahlungen an die Ukraine nicht für "Waffen, Ausbildung oder andere Unterstützung des Asow-Bataillons" verwendet werden dürfen.

Bis heuer wurde dieser Satz aber regelmäßig im Verlauf der Budgetdebatte wieder herausgestrichen – auf Druck des US-Verteidigungsministeriums, berichtet "The Nation". Im diesjährigen Etat ist erstmals untersagt, Gelder aus US-Hilfszahlungen für die rechtsradikale Truppe zu verwenden.

Kämpfer berichteten von US-Ausbildern

Dass US-Hilfszahlungen an das Asow-Bataillon, das vor seiner Eingliederung in die ukrainische Nationalgarde im Osten des Landes gegen prorussische Rebellen gekämpft hat, gehen sollen, empörte US-Abgeordnete, besonders nachdem sich ein Angehöriger der Miliz gegenüber "The Daily Beast" damit gebrüstet hat, US-Ausbilder würden die Kämpfer trainieren.

Von Asow-Kämpfern im Vorjahr in sozialen Netzwerken veröffentlichte und mittlerweile wieder gelöschte Bilder zeigten Milizionäre mit Granatwerfern aus US-Fertigung.

Ein Unteroffizier der Miliz äußerte gegenüber "USA Today" 2015 die Meinung, etwa 50 Prozent der Kämpfer hegten wie er Sympathien für die nationalsozialistische Ideologie, ein offizieller Sprecher korrigierte diese Angabe später auf "zehn bis 20 Prozent". (bed, 29.3.2018)