Foto: reuters/pike

Brest – Diego Maradona wird Präsident. Und zwar beim weißrussischen Fußball-Erstligisten Dinamo Brest. Wie der Verein auf seiner Website mitteilte, unterzeichnete der 57-Jährige einen Dreijahresvertrag und soll sich in den nächsten drei Jahren unter anderem um die sportstrategische Entwicklung des Vereins kümmern. Auch die Nachwuchsakademie gehört offenbar zu seinem Betätigunsfeld. "Ja, Diego kommt zu uns!", schrieb der Klub am Dienstag auf Twitter.

Maradona spielte Doppelpass auf Facebook. "Ich danke den Menschen in Weißrussland, dass sie an mich gedacht haben. Ich werde wie immer alles geben, um die Mannschaft konkurrenzfähig zu machen", hieß es dort.

Derzeit liegt der amtierende Pokalsieger Brest auf Platz acht der weißrussischen Liga. Am kommenden Sonntag steht das Team aus der Grenzstadt zu Polen erneut im Cup-Finale, Gegner ist Meister Bate Borisow.

Ist bereits begeisterter Belarusse: Diego Maradona.

Maradona (57), Weltmeister von 1986, dessen Trainerjob bei Al-Fujairah, einem Zweitligisten in den Vereinigten Arabischen Emiraten, im April geendet hatte, bestätigte das Engagement in den sozialen Medien. Mit Al-Fujairah hatte Maradona den Aufstieg nicht geschafft. Es war sein zweites Engagemeint in den Emiraten nach einem Jahr bei Al-Wasl.

Der ehemalige Offensivspieler von Barcelona und Napoli war von 2008 bis 2010 auch Teamchef Argentiniens.

Dinamo Brest wurde 1960 gegründet, damals unter dem Namen Spartak. Zumeist spielte der Klub in der dritten sowjetischen Liga. 1992 gehörte Brest zu den Gründungsmitgliedern der höchsten weißrussischen Klasse, wo er seither ununterbrochen vertreten ist. Die beste Platzierung ist bis dato ein dritter Platz, der aus der Eröffnungssaison des Bewerbs datiert. Seither führt Brest ein Dasein als Graue Maus. (red, APA, 16.5. 2018)