Bei Acer läuft das Geschäft gut.

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Acer sieht sich im weiter schwierigen PC-Markt gut aufgestellt. Das taiwanesische Unternehmen habe eines der erfolgreichsten Jahre hinter sich, sagte Wilfried Thom, bei Acer für das Geschäft in Westeuropa zuständig, der Deutschen Presse-Agentur. Im vergangenen Jahr habe der Elektronikhersteller mit 7,8 Mrd. Dollar (6,6 Mrd. Euro) Umsatz ein Wachstum von rund 8 Prozent erzielt.

2017 sei das profitabelste Jahr seit 2011 für Acer gewesen. "Unsere Strategie hat sich ausgezahlt", sagte Thom. Acer werde auch in Deutschland immer mehr als Premium-Anbieter wahrgenommen.

Fokus

Acer war lange als günstiger Anbieter bekannt, inzwischen verlagerte das Unternehmen seinen Fokus mehr auf hochwertige Produkte. "Wir haben erfolgreich den Wandel vom kostengünstigen zum Premium-Anbieter vollzogen", sagte Thom. Der Durchschnittspreis von Acer-Produkten sei im vergangenen Jahr mit 14 Prozent deutlich höher ausgefallen als im Branchenschnitt (10 Prozent). Gute Absatzchancen rechnet sich der Konzern etwa mit seinen ultradünnen "Swift"-Notebooks aus oder mit seinen rund 10.000 Euro teuren Hochleistungsrechnern für Gaming-Enthusiasten. Acer wolle die vielen unterschiedlichen Nutzeranforderungen individuell bedienen, sagte Thom.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner rechnet für heuer mit einem kleinen Zuwachs im weltweiten PC-Markt – nachdem 2017 auf einer Dauer-Talfahrt vorerst der tiefste Stand erreicht worden war. Wachstumsfelder sehen die Branchenbeobachter vor allem in neuen Designs wie ultradünne Notebooks oder sogenannte Convertibles, die sich je nach Bedarf als Notebook oder Tablet nutzen lassen. Auf einem Jahres-Event in New York will Acer am 23. Mai seine neue Produktpalette vorstellen. (APA, 18.5.2018)