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Soll ab sofort für Sturm netzen: Philipp Hosiner.

Foto: imago/eibner

Graz – Sturm Graz hat mit der Verpflichtung von Philipp Hosiner auf den Abgang von Deni Alar reagiert. Der 29-jährige Angreifer kommt vom deutschen Zweitligisten Union Berlin und unterschrieb einen Dreijahresvertrag, gaben die Grazer am Mittwoch bekannt.

Der Burgenländer löste seinen bis 2019 laufenden Vertrag mit den Berlinern auf. Über die Ablösesumme vereinbarten die beiden Klubs Stillschweigen. Für die Union spielte Hosiner seit 2016, bestritt 47 Pflichtspiele und erzielte dabei acht Treffer. Zuvor war er für den 1. FC Köln und Stade Rennes tätig gewesen. Zu den Franzosen wurde der damalige Austrianer vor vier Jahren transferiert.

Union-Geschäftsführer Oliver Ruhnert meinte: "Philipp hat zu jeder Zeit immer alles für den Verein gegeben und sich auch von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen. Ihm war es wichtig, noch einmal in seiner Karriere die Möglichkeit zu haben, international spielen zu können – diesem Wunsch haben wir entsprochen."

Vogel: "Herausragende Qualität"

"Philipp passt sportlich und als Persönlichkeit sehr gut in unser Team. Vor dem Tor hat er eine herausragende Qualität. Das hat er schon sehr oft unter Beweis gestellt", urteilte Sturm-Trainer Heiko Vogel. Die Austria schoss Hosiner als Torschützenkönig der Saison 2012/13 zum Meistertitel, in 102 Bundesliga-Spielen hat er 56 Tore erzielt.

Gebremst wurde der fünffache Teamspieler (zwei Tore) von einer Erkrankung. Anfang 2015 wurde bei medizinischen Checks wegen seines geplanten Wechsels von Rennes nach Köln ein Nierentumor entdeckt. Nach Operation und Rehabilitation feierte Hosiner bereits zweieinhalb Monate später sein Comeback für Rennes und wechselte schließlich im Sommer doch noch zu Köln in die deutsche Bundesliga, wo er es unter Peter Stöger aber nicht zum Stammspieler schaffte.

Heiß auf Europacup

Mit Sturm startet Hosiner in der Qualifikation zur Champions League, in der man auf Ajax Amsterdam trifft. Der Eisenstädter freut sich auf die kommenden Aufgaben und will sich schnellstmöglich in die Mannschaft integrieren: "Wir haben die Chance, international zu spielen. Ich möchte möglichst viel zum gemeinsamen Erfolg beitragen." (APA, red, 11.7.2018)