Twitter-Chef Jack Dorsey will nun doch vermehrt in den Kampf gegen Hass und Fake News investieren

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Fake News, Bots, Hassrede und Hetze: Die Probleme, denen soziale Medien gegenüber stehen, werden nicht kleiner. Während Facebook und Google nun eine weitaus härtere Gangart gegenüber Verschwörungstheoretikern gewählt haben, nimmt Twitter eine Sonderrolle ein. Als einzige große Plattform verhängte Twitter keine Sanktionen gegen "Info Wars" und Alex Jones. Dann wurde der öffentliche Druck doch zu groß – und Twitter sperrte Jones' Account für sieben Tage.

Chaos

Der Vorfall zeigt gut auf, wie chaotisch Twitter momentan agiert. Nun gibt auch Gründer und CEO Jack Dorsey zu, dass der Umgang mit Hass und Propaganda bislang "nur an der Oberfläche der Probleme" gekratzt hat – so Dorsey zur Washington Post. Deshalb überlegt das soziale Netzwerk eine ganze Reihe von Neuerungen, um seine User zu schützen.

Geringere Ressourcen als die Rivalen

So könnten laut Dorsey künftig Accounts als Bots markiert werden. Außerdem will er – ähnlich wie Facebook – Parodie-Konten und satirische Tweets kennzeichnen. Dorsey weist jedoch darauf hin, dass sein Unternehmen im Gegenzug zu Facebook, Apple und Google über ein weitaus geringeres Budget für Neuerungen verfügt. "Wenn wir uns für eine Sache entscheiden, heißt das, das wir etwas anderes nicht machen können", so Dorsey. (red, 16.8.2018)