Ein Zerstörer und ein Flugzeugträger der US Navy passieren die Meerenge von Hormus. Die von der iranischen Marine beanspruchte Verkehrsroute ist ein geostrategisches Nadelöhr.

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Im Sanktionsstreit mit den USA sieht der Iran einem Medienbericht zufolge den Golf und die für die weltweite Erdölversorgung bedeutende Straße von Hormus unter seiner alleinigen Kontrolle. Der Marinechef der iranischen Revolutionsgarden, Alireza Tangsiri, sagte am Montag, der Iran habe die vollständige Kontrolle über den Golf und die wichtige Seestraße, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim.

Die Revolutionsgarden hatten bereits mit einer Blockade der Meerenge gedroht. Die Straße von Hormus zählt zu den maritimen Nadelöhren, deren Sperrung die Ölversorgung weltweit ins Stocken bringen und die Preise in die Höhe treiben kann.

US-Sanktionen treffen Ölbranche

Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA sind seit dem Ausstieg von US-Präsident Donald Trump aus dem Atomabkommen und der Verhängung neuer Sanktionen eskaliert. Irans oberster Führer Ajatollah Ali Khamenei hatte vergangenen Monat gesagt, er unterstütze, dass kein Land in der Golfregion Öl exportieren dürfe, wenn dem Iran die Ölausfuhr nicht erlaubt sei. In den USA hatte es geheißen, dass das Ziel sei, die Ölexporte des Iran auf null herunterzufahren. (APA, 27.8.2018)