Der defizitäre Computer-Hersteller Dell denkt Insidern zufolge wieder über eine gewöhnliche Rückkehr an die Börse nach. Das US-Unternehmen wolle noch in der laufenden Woche mit potenziellen Konsortialbanken sprechen, sagten mit den Plänen vertraute Personen. Dies stellt eine Kehrtwende dar.

Angebot für Rückkauf fiel durch

Dell hatte zuletzt einen herkömmlichen Börsengang vor allem wegen seines Schuldenbergs in Höhe von rund 50 Mrd. Dollar (42,5 Mrd. Euro) ausgeschlossen und wollte stattdessen über den Rückkauf von sogenannten Geschäftsbereichsaktien (trading stocks) an die Börse zurückfinden. Allerdings fiel das Angebot über rund 21 Mrd. Dollar in bar und Aktien bei verschiedenen Hedgefonds – darunter Elliott Management und Canyon Capital Advisors – durch. Bei Dell bezogen sich die Geschäftsbereichsaktien auf die 81-prozentige Beteiligung am Softwarekonzern VMware.

Firmengründer Michael Dell hatte sein Unternehmen 2013 mit Hilfe des Finanzinvestors Silver Lake zurückgekauft und von der Börse genommen, um es unabhängiger vom Finanzmarkt zu sanieren. Dell ist aber in Zugzwang. Das 1984 gegründete Unternehmen schreibt Verluste und muss nach der 67 Mrd. Dollar teuren Übernahme von EMC vor zwei Jahren rasch profitabel werden. Der Zukauf hat sich bisher kaum ausgezahlt. (APA, 24.09.2018)