Piedras Negras – Nach einem bis zu 4.000 Kilometer weiten Flug sind die ersten Monarchfalter in ihrem Winterquartier in Zentralmexiko eingetroffen. Die Schmetterlinge würden nun die Hochwälder in den Bundesstaaten Michoacán und México erkunden, um die besten Plätze zur Überwinterung zu finden, teilte die mexikanische Kommission für Naturschutzgebiete mit.

Monarchfalter in Mexiko.
Foto: AP/Rebecca Blackwell

Üblicherweise fällt die Ankunft der Monarchfalter auf die ersten Novembertage. Weil sie von einer Kaltfront an der Grenze zwischen den USA und Mexiko aufgehalten wurden, seien sie in diesem Jahr etwas später dran, hieß es.

Falter in Bedrängnis

Die schwarz-orange gemusterten Monarchfalter leben in den USA im Bereich der Großen Seen an der Grenze zu Kanada und in den Rocky Mountains. Im Herbst fliegen sie die weite Strecke Richtung Süden, um in den Kiefern- und Tannenwäldern der beiden mexikanischen Bundesstaaten in mehr als 3.000 Metern Höhe zu überwintern. Wie die Schmetterlinge auf ihrer langen Wanderung den Weg finden, ist nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass sie sich an der Sonne und am Erdmagnetfeld orientieren.

Einzelne Tiere fliegen bis zu 4.000 Kilometer weit.
Foto: Reuters/Michael Fiala

Die Monarchfalter sind zwar nicht vom Aussterben bedroht, doch Nahrungsmangel in den USA, Abholzungen in Mexiko und der Klimawandel setzen den Insekten zu. Wegen des massiven Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft gibt es in den USA beispielsweise immer weniger Seidenpflanzen, die wichtigste Nahrungsquelle für die Larven des Monarchfalters. (red, APA, 8.11.2018)