Mattersburg/Hartberg – Der TSV Hartberg will seinen Erfolgslauf in der Fußball-Bundesliga am Sonntag (14.30 Uhr) auch im Auswärtsduell mit dem SV Mattersburg fortsetzen. Der Aufsteiger kämpft im Pappelstadion um seinen sechsten Pflichtspielsieg in Folge. In der Liga konnten die Steirer zuletzt viermal en suite den Platz als Sieger verlassen und sich bis auf Rang fünf der Tabelle vorkämpfen.

Statt dem prognostizierten Abstiegskampf dürfen die Schützlinge von Coach Markus Schopp nach 13 Runden mit einer Teilnahme an der Meisterrunde spekulieren. Von Abheben ist beim TSV, der zuletzt bei der Admira 3:2 siegte, keine Spur. "Ich muss die Spieler nicht am Boden halten. Die Mannschaft weiß, dass wir für Erfolge wie in den letzten Wochen extrem viel investieren müssen. Ich würde es keine Sekunde tolerieren, wenn irgendwer glaubt, dass es leichter wird", sagte der 44-Jährige.

Kein Vergleich

Das Gegenteil sei der Fall. "Es wird für uns von Woche zu Woche schwerer, weil die Gegner sich viel intensiver auf uns vorbereiten und uns mittlerweile auch sehr gut kennen", ist sich Schopp bewusst. "Wir werden extrem ernstgenommen, das ist das Resultat unserer Arbeit."

Gegen Mattersburg konnte seine Truppe am 11. August mit einem 4:2 den ersten Bundesligasieg der Club-Geschichte einfahren. Es war zugleich Hartbergs erster Triumph im elften Pflichtspiel-Duell mit dem SVM. Damals war aber Klaus Schmidt bei den Burgenländern noch nicht im Amt. "Das damalige Spiel kann man mit dem nicht vergleichen, es ist zu viel passiert auf beiden Seiten", erinnerte Schopp.

Sein Respekt vor den Burgenländern ist groß. "Sie haben eine sehr stabile Mannschaft und einen gewaltigen Kader. Klaus Schmidt ist sehr flexibel und interpretiert die Dreierkette unglaublich variabel und interessant", analysierte Schopp. Er machte mit Jano das "Herz der Mannschaft" aus. "Ich finde auch, dass sich Gruber Andi vorne sehr gut entwickelt", so Schopp.

Abwehrsorgen

Die Mattersburger haben den Vorteil, dass sie mit Ausnahme von Mario Grgic aus dem Vollen schöpfen können. Bei Hartberg gesellte sich mit Siegfried Rasswalder eine Stütze wegen seiner Roten Karte auf die Ausfallsliste, auf der mit Michael Huber ein zweiter wichtiger Abwehrspieler steht. "Aufgrund unserer Kadergröße ergibt sich unsere Aufstellung von selbst. Wir versuchen trotzdem, gute Lösungen zu finden", so Schopp.

Geht es nach Schmidt, soll das nicht gelingen. "Sie sind vollgepumpt mit Selbstvertrauen. Man sieht den Glauben in der Mannschaft, dass sie Spiele gewinnen können zu jeder Zeit und mit jeder Spieleranzahl. Das ist fein für Hartberg, aber wir müssen schauen, ihren Lauf zu beenden", verlautete Mattersburgs Coach. Wie das gelingen soll, weiß der 51-Jährige: "Die spielfreudigen Typen wie Rep, Kröpfl, Sanogo, Flecker müssen wir in den Griff kriegen und die Abwehr, die sicher nicht unverwundbar ist, unter Druck setzen."

Mattersburg ist Neunter und könnte im Siegesfall bis auf einen Punkt an die Hartberger heranrücken. Zuletzt gab es aufgrund eines späten Gegentreffers eine 1:2-Niederlage bei Liga-Krösus Salzburg. "Wir haben das Spiel am Montag sofort abgehakt", so Schmidt, der auf Rückkehrer Nedeljko Malic bauen kann. Sein Team ist zu Hause drei Partien ungeschlagen. Ein Remis wäre für Hartberg eine Premiere, bisher stehen sechs Siegen sieben Niederlagen gegenüber. (APA, 9.11.2018)

Bundesliga, 14. Runde

SV Mattersburg – TSV Hartberg (Mattersburg, Pappelstadion, Sonntag, 14.30 Uhr, SR Julian Weinberger). Bisheriges Saisonergebnis: 2:4 (a). Keine Ergebnisse 2017/18.

Mattersburg: Kuster – Erhardt, Malic, Ortiz – Höller, Jano, Hart, Renner – Varga, Pusic, Gruber

Ersatz: Salaba/Casali – Mahrer, Rath, Salomon, Lercher, Perlak, Prosenik, Kvasina, Ertlthaler, Bürger

Es fehlt: Grgic (Kreuzbandriss)

Hartberg: Swete – Blauensteiner, Rotter, Siegl, T. Kainz – Sittsam, Ljubic – Flecker, Rep, C. Kröpfl – Tadic

Ersatz: Sallinger/Faist – Pfeifer, Ilic, Mann, Sanogo, Schubert, Heil

Es fehlen: Rasswalder (gesperrt), Diarra (im Aufbautraining), Huber (Adduktorenprobleme), Holzer (Knöchelverletzung)