Microsoft und Amazon wollen beide den zehn Milliarden schweren Auftrag bekommen.

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Ein neuer Headquarter in Crystal City in Virginia könnte ein kluger Schachzug von Amazon sein.

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Amazon und Microsoft wollen beide einen Vertrag mit dem US-Militär abschließen. Das Pentagon sucht aktuell ein Unternehmen, welches seine Daten in die Cloud migriert. Nun werden die Gebote, die bis Oktober eingereicht werden könnten, überprüft. Beide Unternehmen hoffen neben dem dadurch erlangten Geld vor allem deswegen auf den Vertrag, weil er, wie Business Insider berichtet, die Chancen des jeweiligen Unternehmens für zukünftige Verträge maßgeblich verbessert.

Schachzug Hauptquartier

Wie das Business-Magazin berichtet, könnte Amazons neues, zweites Hauptquartier dem Unternehmen einen Vorteil verschaffen. Die Firma soll diesen angeblich in Crystal City im US-Bundesstaat Virginia planen. Die geographische Nähe zu Washington könnte bei der Entscheidung eine große Rolle spielen. Microsoft hat zwar auch einen Standort in Crystal City, jedoch wäre dieser nicht mit einem Campus und über 25.000 Mitarbeitern zu vergleichen.

Trump und Bezos sind keine Freunde

Ein ebenfalls nicht zu unterschätzender Faktor ist Politik – Donald Trump und Amazon-Chef Jeff Bezos sind nämlich dafür bekannt, sich nicht besonders zu mögen – und geben dies immer wieder bekannt. Trump soll die US-Post sogar zu höheren Gebühren für Amazon gedrängt haben.

Interne Kritik bei beiden Unternehmen

Beide Unternehmen haben, im Gegensatz zu etwa Google, ihre Bereitschaft gezeigt, mit dem Militär zu arbeiten. Intern hat es deswegen bereits rumort – vor rund einem Monat veröffentlichten anonyme Mitarbeiter von Amazon und Microsoft auf der Plattform "Medium" offene Briefe, in denen sie die Pläne der beiden Unternehmen scharf kritisierten. (red, 10.11.2018)