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London – Im zarten Alter von drei Jahren ist Prinz Charles offiziell auf den ersten Platz der Thronfolge in Großbritannien gerückt – 1952 wurde seine Mutter Elizabeth Königin. Aktuell ist Charles der älteste Anwärter auf einen der prominenten Königsposten. Aber lange Wartezeiten sind im Prinzen-Geschäft nicht unbekannt.

Im Fürstenhaus Liechtenstein übernahm Franz I. 1929 im hohen Alter von 75 Jahren den Thron von seinem älteren Bruder Johan II. Laut Hausgesetz der Herrscherfamilie hätte ihn ein Sohn Johans in der Thronfolge überholt – aber der Langzeitherrscher (1858–1929) blieb zeitlebens ohne direkte Nachkommen.

Unter den Vorfahren der britischen Königsfamilie finden sich ebenfalls Prinzen, die erst im fortgeschrittenen Alter auf den Thron stiegen: Edward VII. (1901–1910) war 59, als er seiner Mutter, Königin Victoria, nachfolgte. Deren Vorgänger William IV. (1830-1837) hatte den Thron kurz vor seinem 64. Geburtstag von seinem Bruder George IV. übernommen, der keine Nachkommen hatte. William war aber auch erst mit 61 in die erste Reihe gerückt, nachdem ein weiterer Bruder ohne Nachfahren gestorben war.

In Thailand hat 2016 Kronprinz Vajiralongkorn im Alter von 64 Jahren die Königswürde übernommen, als sein Vater Bhumibol Adulyadej nach jahrzehntelanger Regentschaft starb. Und in Japan hält sich Kronprinz Naruhito bereit, im Alter von dann 59 Jahren seinen Vater auf dem kaiserlichen Thron abzulösen. Wegen gesundheitlicher Bedenken will Kaiser Akihito auf eigenen Wunsch am 30. April 2019 abdanken. (APA, dpa, 13.11.2018)