Foto: Eduardo Munoz / REUTERS

Gerade wer oft mit Dateien und Dokumenten hantiert, wird das Problem kennen: Die Gefahr, auf eine gut gemachte Phishing-Attacke hereinzufallen und sich Schadsoftware einzufangen, ist immer präsent. Das weiß natürlich auch Microsoft und will seinen Nutzern künftig eine Option bieten, mit der sie sich zusätzlich schützen können.

Sandbox

Unter dem Namen Windows Sandbox hat der Twitter-User Albacore ein kommendes Windows-Feature aufgespürt. Erste Hinweise darauf finden sich bereits in aktuellen Testversionen, und diese deuten auch darauf hin, dass das Ganze bereits mit dem nächsten großen Update für Windows 10 verfügbar sein wird.

Konkret wird es durch die Windows-Sandbox möglich, unbekannte Programme oder nicht vertrauenswürdige Dateien in einer vollkommen vom eigentlichen Betriebssystem getrennten Umgebung zu öffnen. Damit entsteht eine Art Wegwerf-Desktop, bei dem sich die User sicher sein können, dass ihr restliches System nicht in Gefahr ist. Nach der Nutzung wird diese Umgebung einfach wieder komplett entfernt. Microsoft sieht darin ein Pendant zum privaten Browser-Modus, insofern wurde das Ganze zunächst auch als "InPrivate Desktop" geführt.

Vorgeschichte

Die Entwicklung dieses Features dürfte schon seit einiger Zeit laufen, so waren schon im August erste Spuren entdeckt worden. Damals suchte Microsoft nach testwilligen Nutzern. Dabei dürfte es sich aber um ein Versehen gehandelt haben, die Ausschreibung hätte eigentlich nur Microsoft-Mitarbeitern zugänglich sein sollen. (red, 14.12.2018)