Ami go home?

Foto: REUTERS/Kai Pfaffenbach

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Truppenbesuch im Irak einen Kurswechsel in der Außen- und Verteidigungspolitik verkündet. Die USA "können nicht mehr der Weltpolizist sein", postulierte Trump. Erst wenige Tage davor hatte er einen Abzug der US-Truppen aus Syrien und eine Halbierung des Truppenkontingents in Afghanistan angekündigt. Die Entscheidung sorgte für Kritik bei Verbündeten und Experten. Nach Trumps Ankündigung zu Syrien reichte Verteidigungsminister James Mattis seinen Rücktritt ein.

"Intervenieren die USA im Nahen Osten, gibt es Kritik, ziehen sie sich zurück, gibt es auch Kritik. Dieses Dilemma ist aber fast immer leicht aufzulösen: Es geht eben nicht um eine Momentaufnahme, sondern um die längerfristige Logik einer Politik. Eine Supermacht wie die USA kann schwerlich in ein Land hineinspazieren und es sich dann – ohne Absprache mit den Partnern, die von der Entscheidung betroffen sind – einfach anders überlegen", schreibt die STANDARD-Nahostexpertin Gudrun Harrer in einem Kommentar.

Was sagt die Community zum Paradigmenwechsel der US-Außenpolitik?

User "WenJuckts?" sieht einen Umbruch in der Weltpolitik mit unsicherem Ausgang:

Die US-Interessen sind global, und daher werden die USA keine neue Rolle in der Außenpolitik einnehmen, glaubt User "ABC2000":

User "Mike Müller" behauptet, dass Trump nur blufft, um sich eine bessere Verhandlungsposition zu erspielen:

Ein militärischer Rückzug der USA muss nicht schlecht sein. Es hängt aber davon ab, welche Mächte dieses Vakuum füllen werden, meint User "Mr.URNs"

Was bedeutet die neue Rolle der USA für die Weltordnung?

Welche Mächte könnten das Vakuum füllen, das die USA bei einem Rückzug hinterließen?
Was bedeutet das für die globale Sicherheitsarchitektur? Welche Rolle kann Europa spielen? Oder blufft Trump nur? Würde ein militärischer Rückzug den wirtschafts- und sicherheitspolitischen Interessen der USA diametral entgegenstehen? (eid, 28.12.2018)