Bild nicht mehr verfügbar.

Hersteller wollen sich noch stärker über die Kamerasysteme voneinander abgrenzen

Foto: Imago/Zuma/Cros

Wenn es um Smartphone-Design geht, waren die vergangenen Monate wohl als Ära des Notches zu bezeichnen. Gemeint ist damit die kleine Ausbuchtung bei rahmenlosen Displays. Egal, ob iPhone oder Samsung Galaxy: Kaum ein Premiumgerät kam ohne Notch aus. Das soll sich 2019 ändern. Doch wohin mit der Kamera? Eine Variante, die momentan zum Favoriten wird, greift auf kleine Löcher im Bildschirm zurück. Derartige Geräte plant etwa Huawei; Samsungs A8 nutzt schon jetzt ein Kameraloch. "2019 wird das Jahr des löchrigen Displays", kündigt der Guardian an.

Die "Notch" soll der Vergangenheit angehören

Fingerabdruckscanner im Display

Eine weitere Notwendigkeit, die derzeit tatsächlich rahmenlose Displays unmöglich macht, ist der Fingerabdruckscanner. Dieser wird entweder hinten angebracht, oder er unterbricht frontseitig den Bildschirm. Nun dürfte die Technologie für im Display verbaute Fingerabdruckscanner aber kostengünstig und fortgeschritten genug sein. Ende 2018 erschienen mit dem OnePlus 6T und dem Mate 20 Pro bereits zwei derartige Geräte.

5G kommt

Einen massiven Fortschritt wird die Netzwerktechnologie erleben. 2019 steht der nächste Mobilfunkstandard 5G ins Haus. Erste Geräte dafür dürften neue Preisrekorde aufstellen. Schon jetzt zeigt sich, dass Hersteller immer teurere Smartphones anbieten – ein Trend, der von Apples iPhone X ausgelöst wurde, das erstmals die 1.000-Dollar-Marke sprengte. Das sorgt wiederum dafür, dass Nutzer ihre älteren Geräte länger benutzen und Smartphone-Verkäufe einbrechen. Diesen Trend musste zuletzt Apple mit seinem iPhone XR beobachten. Abhilfe könnte in Form von günstigen Geräten aus Asien kommen. Zu nennen sind hier etwa Huawei, OnePlus oder Xiaomi.

Vierfach-Kameras

Da Smartphones immer ähnlicher werden, dürften Hersteller sich noch mehr über die verbauten Kameras definieren. "Kameras sind ein enorm wichtiges Schlachtfeld, um sich von anderen Herstellern zu unterscheiden", sagt der Analyst Ben Wood von CCS Insight zum Guardian. So gibt es erstmals Vierfach-Kameras, aber auch die entsprechende Software zur Bildverarbeitung wird vorangetrieben.

Foto: Samsung

Falten

Doch wo bleibt die tatsächliche Design-Revolution? Auch hier könnte sich etwas tun, nämlich in Form von faltbaren Smartphones. Hersteller spielen schon länger mit dem Gedanken, mit faltbaren Geräten noch größere Displays zu ermöglichen. Angeblich hat Samsung für 2019 konkrete Pläne, Genaueres dürfte man wohl im Frühjahr erfahren. (red, 29.12.2018)