Berlin – Trotz der nicht mehr ganz so rund laufenden Konjunktur ist die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland 2018 auf ein Rekordniveau gestiegen. Im Jahresdurchschnitt hatten rund 44,8 Millionen Personen einen Job in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch nach vorläufigen Berechnungen mitteilte. "Eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte glichen negative demografische Effekte aus, so dass 2018 die höchste Zahl an Erwerbstätigen seit der Wiedervereinigung im Jahr 1991 erreicht wurde", hieß es.

Verglichen mit 2017 nahm die Erwerbstätigkeit um 562.000 Personen oder 1,3 Prozent zu. "Insgesamt setzte sich der nun seit 13 Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit fort", betonten die Statistiker. Besonders die Dienstleister schufen neue Jobs, während es weniger Selbstständige gab.

Führende Institute rechnen im neuen Jahr mit einem anhaltenden Aufwärtstrend, auch wenn das Wirtschaftswachstum nicht mehr ganz so stark ausfallen dürfte. Das Ifo-Institut rechnet für 2019 nur noch mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 1,1 Prozent, nachdem es 2018 noch zu rund 1,5 Prozent gereicht haben dürfte. 2016 und 2017 lag die Wachstumsrate bei jeweils 2,2 Prozent. (Reuters, 2.1.2019)