Chinas Präsident Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump (oder zumindest deren Hände) bei einem Treffen in Peking im November.

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Peking/Washington – China hat nach US-Angaben in den am Mittwoch beendeten Handelsgesprächen zugesagt, in größerem Maße bestimmte Güter und Dienstleistungen aus den USA zu kaufen. Zudem sei es in den Gesprächen um Wege gegangen, wie Fairness und Ausgewogenheit in den Handelsbeziehungen beider Länder erreicht werden könnten, teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten am Mittwoch mit. Darüber hinaus sei über strukturelle Veränderungen auf chinesischer Seite bei den Themen Technologietransfer, geistiges Eigentum und Handelsbarrieren gesprochen worden.

Die am Montag gestarteten Verhandlungen in Peking waren nach eintägiger Verlängerung am Mittwoch beendet worden. China hatte danach erklärt, die Verlängerung zeige, dass ernsthaft verhandelt worden sei. Die Ergebnisse des Treffens sollten in Kürze präsentiert werden. Einem chinesischen Medienbericht zufolge soll dies Donnerstagfrüh geschehen. An den Börsen keimte daraufhin Zuversicht auf, dass der Handelskonflikt der beiden führenden Wirtschaftsmächte in absehbarer Zeit beigelegt werden kann.

Einigung auf Waffenstillstand

US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping hatten sich am 1. Dezember nach dem G20-Gipfel in Buenos Aires auf einen vorübergehenden "Waffenstillstand" geeinigt. Die USA setzten China eine Frist bis 1. März, um Entgegenkommen zu zeigen. Bis dahin wird eine angekündigte weitere Erhöhung der US-Sonderabgaben auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden Dollar von zehn auf 25 Prozent ausgesetzt. Gibt es keine Einigung, droht eine Eskalation.

Es wird erwartet, dass Chinas Vizepremier und Chefunterhändler Liu He die Verhandlungen auf höherer Ebene mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer fortsetzen wird. Auch könnte Trump auf dem Weltwirtschaftsforum vom 22. bis 25. Jänner in Davos mit Chinas Vizepräsident Wang Qishan zusammentreffen. Der enge Vertraute Xis gilt als Krisenmanager und Wirtschaftsexperte. (APA, 9.1.2019)