Fiat Chrysler steht unter Verdacht, Abgasgrenzwerte bei mehr als 100.000 Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben.

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Washington – Der Autobauer Fiat Chrysler will Insidern zufolge den Streit mit dem US-Justizministerium und Fahrzeugbesitzern über zu hohe Abgasemissionen mit der Zahlung von mehr als 700 Millionen Dollar beilegen. Das solle noch am Donnerstag offiziell bekanntgegeben werden, sagten drei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Der deutsche Autozulieferer Bosch, der einige Komponenten für die Dieselmotoren von Fiat Chrysler lieferte, dürfte 30 Millionen Dollar zahlen, sagte einer der Insider. Beide Unternehmen sowie das Ministerium wollten sich dazu nicht äußern.

Manipulation vorgeworfen

Die USA werfen dem amerikanisch-italienischen Autobauer vor, Abgasgrenzwerte bei mehr als 100.000 Dieselfahrzeugen mithilfe einer speziellen Software umgangen zu haben. In der Vergangenheit hat der Konzern ein Fehlverhalten bestritten. Trotzdem hatte Fiat Chrysler vorsorglich Geld beiseitegelegt, um mögliche Strafen auffangen zu können.

Fiat Chrysler hat den Verkauf von Dieselfahrzeugen in den USA mit einem Softwareupdate sichergestellt. Der deutsche Volkswagen-Konzern musste wegen Abgasmanipulationen in den USA mehr als 25 Milliarden Dollar zahlen. (Reuters, 10.1.2019)