Top-Fernsehgeräte von Vizio und Co. sind oft für unter 500 Dollar zu haben. Im Preis versteckt ist die Kundenüberwachung

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Fast jeder moderne Fernseher ist smart, hat also Zugang zu Film- und Serienshops und Streaming-Apps wie Netflix. Nun beginnen hochwertige 4K-Geräte allerdings auch, deutlich günstiger zu werden. Das liegt nicht (nur) daran, dass die Herstellung optimiert wurde und ein starker Konkurrenzkampf ausgebrochen ist. Vielmehr haben Hersteller einen anderen Weg gefunden, um Geld zu verdienen: Nämlich mit den Daten ihrer Nutzer.

"Muss kein Geld mit Gerät verdienen"

Vor allem in den USA ist diese Problematik präsent, berichtet BusinessInsider. Firmen wie Vizio sagen das auch ganz offen. "Ich muss mit dem Fernsehgerät kein Geld verdienen, ich muss die Kosten abdecken", erklärt Vizio CTO Bill Baxter in einem Podcast von TheVerge. Das wichtige Schlagwort ist "Nach-Verkaufs-Monetarisierung", so Baxter weiter.

Provisionen und Werbung

Das läuft über verschiedene Methoden. Beispielsweise können Prozente beim Verkauf von Filmen oder Serien verlangt werden. Außerdem kann der smarte Fernseher selbstständig Werbung anzeigen, die von Vizio oder TCL verkauft werden. In Europa gäbe es wegen der EU-Datenschutzgrundverordnung noch Hindernisse, das Angebot so durchzusetzen. Allerdings ist zu vermuten, dass viele Nutzer gerne den Abtausch von Daten gegen günstigere Fernseherpreise akzeptieren. (red, 16.3.2019)